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Fähre mit Hund

Anmeldung, Maulkorb, Hundekabine: was bei der Überfahrt mit Hund wirklich zählt und wie der Tag an Bord entspannt bleibt.

2 Min. Lesezeit

Unsere Hündin fährt gut Auto, aber das erste große Schiff war eine andere Nummer. Inzwischen waren wir ein paarmal mit ihr unterwegs, einmal nach Korsika, wo wir in Bastia angelegt haben, und einmal durch Griechenland. Vieles ist einfacher, als man vorher denkt. Ein paar Dinge sollte man aber vorher wissen.

Vorher anmelden

Hunde muss man bei fast jeder Reederei mitbuchen, auch wenn es nur ein paar Euro kostet. Einfach mitnehmen und hoffen klappt selten, und am Check-in ohne Eintrag zu stehen ist Stress, den keiner braucht. Bei der Buchung wählt man meist auch, wo der Hund während der Fahrt bleibt.

Wohin mit dem Hund an Bord?

Hund an der Leine an Deck der Fähre

Da gibt es grob drei Möglichkeiten, und sie sind sehr unterschiedlich.

Viele Fähren haben Zwinger an Deck, also Boxen aus Metall, in denen der Hund die Überfahrt verbringt. Günstig, aber für uns nichts. Unsere Hündin wäre allein in einer fremden Box neben dem Maschinenlärm nicht ruhig geworden.

Schöner sind Hundekabinen. Ein paar Linien, etwa GNV und Grimaldi, haben Kabinen, in denen der Hund mit darf. Die sind im Sommer schnell weg, also früh buchen. Wir nehmen seitdem immer eine, dann hat sie ihre Decke dabei und schläft die halbe Fahrt.

Auf vielen Strecken darf der Hund auch an der Leine mit an Deck und in bestimmte Außenbereiche. In Italien und Griechenland wird dabei oft ein Maulkorb verlangt. Pack also einen ein, der wirklich passt, und übe das vorher zu Hause. An Bord zwischen vielen Menschen ist kein guter Moment, um den Maulkorb zum ersten Mal anzulegen.

Papiere nicht vergessen

Für die Fahrt ins Ausland braucht der Hund einen EU-Heimtierausweis, einen Mikrochip und eine gültige Tollwutimpfung. Einmal hat an der Rampe tatsächlich jemand den Ausweis sehen wollen. Seitdem liegt er bei mir in der gleichen Tasche wie die Bordkarten.

Der Tag an Bord

Was bei uns hilft: vor dem Einchecken eine lange Runde laufen, damit sie müde ist. Wenig füttern, sonst wird ihr auf dem Wasser schlecht. Wasser dagegen immer dabei, an Deck ist es heiß. Und ein, zwei Mal am Tag mit ihr an die frische Luft, auch wenn das Schiff schaukelt. Nach der zweiten Fahrt war das alles Routine, für sie wie für uns.